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Link des Tages 131: Kahnemann&Tversky vs. Gigerenzer

Januar 24, 2013

ok, etwas reisserisch der Titel. Aber für diejenigen Leser, die sich nicht so sehr damit beschäftigt haben ist der akademische Streit darüber ob Irrationalität etwas Gutes oder Schlechtes ist evtl. entgangen. via Freakonometrics bin ich auf die folgende Seite gelangt, die ein wenig die Meta-Perspektive beschreibt. D.h. u.a. warum sind irrational. Insb. der Story-Telling Bias der dabei eingenommen wird:

http://blogs.scientificamerican.com/guest-blog/2012/04/27/the-irrationality-of-irrationality-the-paradox-of-popular-psychology/

Diese Sichtweise trifft sich ganz gut mit der von Kahnemann/Tversky die ja viele Sachen dazu publiziert haben. (zu „Thinking Fast and Slow“ gibts bald auch nochmal ein Buchreview).

Eine gegenteilige Sichtweise nimmt Gerd Gigerenzer ein, der eher die Ansicht vertritt, dass diese Fehler zwar vorkommen, sie aber eigentlich sehr nützliche Mechanismen sind, die nur in manchen Kontexten nicht passen. Ein Artikel von ihm dazu kann man sich hier durchlesen:

http://www.mpib-berlin.mpg.de/volltexte/institut/dok/full/gg/theirrat/theirrat.pdf

Ich finden den Aspekt der Forschung in diesem Bereich spannend. Der Mensch besitzt gewisse Mechanismen, die an sich sehr sinnvoll sind. Durch die Forschung erkennen wir mehr dieser Mechanismen der Menschen und auch welche Fehler ggf. dadurch entstehen können. Durch dieses Wissen gibt es auch mehr Leute, die diese Fehler gezielt ausnutzen (können). Dadurch werden die ursprünglich sinnvollen Mechnanismen plötzlich zu einem Problem. Letztendlich ein Dilemma, weil die Kenntniss der Fehler und Mechanismen (das was ich ja auch durch diesen Blog versuche zu promoten) zwar hilft das Problem zu reduzieren, aber natürlich auch diverse Kosten verursacht (und sei es nur die Zeit, die Sachen durchzulesen).

Die Frage die sich daraus für mich ergibt: Schaffen wir es (im spieltheoretischen Sinne), die Kosten für das gezielte Ausnutzen der Mechanismen so sehr zu erhöhen, dass es sich nicht mehr wirklich lohnt es zu tun? (Und dadurch wird dann wiederum die Notwendigkeit ständig Achtsan hinsichtlich solcher Mechanismen zu sein, reduziert)

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From → Psychologie

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