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Beispiel 14: Greenpeace Grafik Fail

Januar 28, 2012

Der Zweck heiligt aus meiner Sicht nicht die Mittel. In diesem Fall bin ich mir nicht sicher, ob es sich um eine bewusste Manipulation oder schlicht um fehlendes Bewusstsein für das Problem handelt. Nichts desto trotz würde ich das Ergebnis eher in Magazinen erwarten die sich eher auf Beeinflussung durch BILDer FOKUSiert haben.

Hier ein Ausschnitt aus dem Greenpeace-Magazin 1.12 S. 15:

Was hier getrieben wird ist folgendes: Zahlenwerte werden durch Bilder illustriert. Doch wie hängen die Bilder mit den Zahlen zusammen? Anzahl der gefüllten Flächen? Volumen? Sichtbare schwarze Fläche? – Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Wenn ich China mit Russland vergleiche sind das 2,1% mehr und 3 Flächen mehr. die USA dagegen hat dann 2 Flächen mehr, die 0,4% entsprechen. Israel dagegen hat 6,3% und die Granate ist fast komplett gefüllt…. da braucht man dann für 11% ne größere Granate.. und genau das hat mann dann bei Saudi-Arabien… aber die ist wiederum weniger hoch gefüllt als die von Israel.. was wiederum seltsam ist, wenn es doch um Prozentangaben geht?

Insgesamt wäre in diesem Fall keine Grafik eindeutig aufschlussreicher gewesen. Fast schon ein wenig sarkastisch wirkt da der Text: „Dennoch vermitteln diese Zahlen nur einen Teil der Wahrheit“.

.

Leider ist diese Grafik kein Einzelfall. Im selben Artikel einige Seiten weiter vorne findet sich folgende Grafik: Greenpeace-Magazin 1.12 S. 13:

10 Personen entsprechen 72

5,5 Personen entsprechen 31

2,25 Personen entsprechen 10

1,25 Personen entsprechen 7

0,5 Personen entsprechen 1

Ich würde mal sagen: Das ist ne spannende Aufgabe für nen Mathematiker (na gut eher für nen Rechenknecht), eine Funktion zu finden, die dieses Verhältnis abbildet.

Ich könnte noch mehr Bilder aus dem selben Artikel zitieren. Es bleibt das gleiche: Zahl und Bild haben nahezu nichts miteinander zu tun. I.d.R. werden solche Methoden benutzt um Zahlen zu emotionalisieren und eine Botschaft zu vermitteln die die eigentlichen Zahlen so nicht hergeben. Daher finde ich es besonders traurig, solche Grafiken auch in einem Greenpeace-Magazin zu finden. Letztendlich lebt Greenpeace auch von seiner Glaubwürdigkeit – aber genau dafür ist es wichtig bei solchen Darstellungen sauber zu bleiben.

(Dank an Berni für den Hinweis)

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