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Link des Tages 35: Selbstbetrug

Dezember 18, 2011

Ein Artikel der auf einen (meist unbewussten) Selbstbetrug abzielt. Warum wir uns oftmals für was besseres halten, als wir sind.

http://www.zeit.de/2011/50/Selbstbetrug (Danke Stephanie)

Ein Punkt den ich an dem Artikel etwas kritisch sehen würde, ist dass es wirkt als wäre dieser Selbstbetrug etwas schlechtes, das man loswerden sollte. Da bin ich mir nicht so sicher, da es ja auch eine positive Seite hat die motiviert und schützt. Anders ausgedrückt lässt sich dies in der etwas polemischen Aussage erklären: „Depressive Menschen sehen die Welt so, wie sie wirklich ist“. D.h. es fehlt die Selbstwert-dienende Verzerrung der Wahrnehmung…

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From → Psychologie

2 Kommentare
  1. Manuel permalink

    Ich behaupte: Wenn man die Welt so sieht, wie sie wirklich ist, dann wird man frei von Ängsten und Sorgen und wird insbesondere seine Depression überwinden. Ein realistisches Bild von sich selbst und Bescheidenheit befreien uns von dem Zwang besser sein zu müssen als andere. Wenn man seine Selbstachtung auf (beruflichem und privatem) Erfolg und insbesondere dem Vergleich mit anderen aufbaut, hat man irgendwann ein großes Problem – sobald man krank oder alt wird und die Kräfte nachlassen. Spätestens dann hilft uns eine realistische Einschätzung unserer eigenen Qualitäten.

  2. Da würde ich wagen teilweise zu Widersprechen. Ich verweise mal auf Wikipedia:
    „Wer Erfolg sich selbst zuschreibt und Misserfolg den Anderen oder den Umständen, sucht sich Aufgaben mit mittlerer Schwierigkeit, setzt sich also realistische Ziele und erreicht diese, was zu einem realistischen, positiven Selbstbild führt. Bei einem misserfolgsorientierten Attributionsmuster wird Erfolg auf externe Ursachen attribuiert (z. B. Glück) und Misserfolg auf interne Ursachen (eigene Unfähigkeit). Ein solches Attributionsmuster schadet dem Selbstwert und ist mit den pessimistischen Denkweisen verwandt, die für Depression typisch sind.“
    (http://de.wikipedia.org/wiki/Leistungsmotivation)

    Davon abgesehen glaube ich nicht, dass man die Welt so sehen kann, wie sie wirklich ist. Man kann nur versuchen möglichst viele Fehlerquellen auszuschliessen.

    Wo wir zusammenkommen ist beim Thema „Bescheidenheit“ und „Zwang“…. aber insgesamt ist das glaub ich ne größere Diskussion… können wir ja Freitag führen:-)

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