Nichts grundlegend neues, aber trotzdem eine schönes Beispiel wie mit Grafiken manipuliert wird:
http://solarresearch.org/sk2010/recherchen/recherchen/720-grafiksuggestion.html
Link des Tages 103: Co Vary or Die
Heute mal ein recht kurzer, aber schöner Artikel von Neurosceptic (falls ich die Seite noch nicht erwähnt habe: Lohnt sich!).
In dem Artikel geht es darum, dass man bei Untersuchungen eben auch Variablen untersuchen die einen Einfluss haben. AUCH wenn man scheinbar kein Effekt hat:
http://neuroskeptic.blogspot.co.uk/2012/04/co-vary-or-die.html
Beispiel 21: Wert von Beweisen
Die Suche nach bestätigenden Informationen dürfte ja schon bekannt sein. Aber wie vertrauenswürdig sind “Beweise”? Der folgende Artikel becshreibt den Fall von Fehlerhaften DNA Untersuchungen, die zum Teil zur Todesstrafe geführt haben. Ziemlich erschreckend ist vor allem der Umgang damit:
Und die Lektion aus daraus? Nur weil etwas so scheint, muss es noch lange nicht so sein. Und man sollte sich überlegen, wo bei Dingen (in dem Fall dem Untersuchungsverfahren) die Schwachstellen sind und diese im Zweifelsfall doppelt absichern. (Das die Totesstrafe ein Unding ist, was kein zivilisiertes Land beibehalten würde, brauch ich hier glaub ich nicht erwähnen)
Link des Tages 102: Wie die Sprache das Denken formt
Je mehr ich mich mit dem kritischen Denken Thema beschäftige, desto klarer wird mir die Bedeutung der Sprache. Das die Sprache maßgeblich unser Denken beeinflusst wurde schon vor 100 Jahren in Form der sogenannten Sapir-Whorf-Hypothese formuliert.
Hier gibts einen schönen Artikel mit einigen neueren Erkentnissen zu dem Thema:
http://www.spektrum.de/alias/linguistik/wie-die-sprache-das-denken-formt/1145804
Link des Tages 101: Gedankenwerkstatt
Ok, bei der Zahl 101 würde man jetzt eine Einführung erwarten… gibts aber nicht. Stattdessen ein Link zur Gedankenwerkstatt. Hier beispielsweise ein Artikel über die Gesetze der Unvernunft:
http://www.scilogs.de/blogs/blog/gedankenwerkstatt/2012-04-02/gesetze-der-unvernunft
Aber es finden sich darin auch viele andere gute Artikel zu passenden Themen (Allerdings auch solche, die nicht unbedingt was mit dem Thema dieses Blogs zu tun haben):
Buchreview 9: Die Kunst, Recht zu behalten
Mal wieder darf man feststellen, dass es auch vor 100 Jahren schon Leute gab, die wirklich was verstanden haben. Bisher hatte ich bei “Schopenhauer” eher so einen “OMG”-Reflex. Völlig zu unrecht, wie ich lernen durfte. Zwar kommen einige Lateinische bzw. Griechische Ausdrücke vor, die ich nicht direkt verstehe, aber dem Inhalt sind selbige nicht abträglich.
In dem Buch werden viele verschiedene Argumentationstechniken – insb. eben solche bei denen es um das Gewinnen und nicht um den Erkentnissgewinn geht – aufgezeigt. Die Techniken findet man auch heute noch oftmals in der Politik.
Hier mal ein paar Beispiele:
- Kunstgriff 3: “Die Behauptung welche [...] relative aufgestellt ist, nehmen, als sei sie allgemein [...], absolut aufgestellt, oder wenigstens sie in einer ganz anderen Beziehung auffassen, und dann sie in diesem Sinn widerlegen.[...]“
- Kunstgriff 14: “Ein unverschämter Streich ist es, wenn man nach mehreren Fragen, die er beantwortet hat, ohne daß die Antworten zu Gunsten des Schlusses, den wir beabsichtigen, ausgefallen wären, nun den Schlußsatz, den man dadurch herbeiführen will, obgleich er gar nicht daraus folgt, dennoch als dadurch bewesen aufstellt und triumphierend ausschreit[...]“
- Kunstgriff 33: “‘Das mag in der Theorie richtig sein, in der Praxis ist es falsch’ – Durch diesen Sophismus gibt man die Gründe zu und leugnet doch die Folgen;[...]“
Auch eines dieser Bücher, die man sich mal für ne Zeit aufs Klo legen kann, und jedesmal ein paar der Kunstgriffe durchlesen. Sehr lohnenswerte Lektüre.
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Titel: Die Kunst, Recht zu behalten
Autor: Schopenhauer
Verlag: Insel Verlag
ISBN: 9-783458-333586
Link des Tages 100: Das Gehirn
- Mein hundertster Post. Da muss man doch auf jeden Fall was ganz besonderes schreiben. – Dumm nur wenn man zwar viele gute Seiten findet, aber nichts was besser ist als schon was anderes was schon da ist.
- Dann halt ein “best off”. So quasi auf mich selbst verweisen und die besten Sachen rausziehen. Aber abgesehen davon, dass es Arbeit wäre ohne wirklich großen Nutzen, wäre es auch irgendwie arrogant auf sich selbst zu verweisen.
- Tja, und damit vergeht die Zeit… womit ich dann auf die Idee kam einen Post zum Thema “Zahlen und Wahrnehmung” zu machen. Wo ich genau das Problem thematisiere, dass ja bei 100 was besonderes kommen soll. Und dann noch ein wenig auf die Psychologie der Zahlen eingehe?
- Leider aber wiederum nix zu Psychologie der Zahlen gefunden.. also nix so richtig gutes…
Nun gut, bevor ich mich in dieser Endlosschleife meiner eigenen Fehler festhänge, gibt einfach einen guten Link, den ich rumliegen habe:
Oder als Beispiel eines guten Artikels:
http://dasgehirn.info/wahrnehmen/truegerische-wahrnehmung/die-truegerische-welt-im-kopf/
Link des Tages 99: The risks of risk aversion
Risiken zu vermeiden klingt ja eigentlich nach einer guten Idee… so grundsätzlich… das dem aber nicht so sein muss, zeigt der folgende Artikel. Es ist eben nicht so, dass Risiken immer nur negative Effekte haben, sondern Risiken stellen eben auch Chancen dar. Und wenn man die richtigen Risiken nicht eingeht, dann verliert man auch:
http://scholarlykitchen.sspnet.org/2012/03/28/the-risks-of-risk-aversion/
Buchreview 9: Die Psychologie der Entscheidung
Das Buch ist ganz klar als Lehrbuch aufgemacht. Dementsprechend ist dort auch sehr viel Kategorisierung und Definition enthalten. Sehr gut daran ist, dass es sehr viele Themen umfasst und dementsprechend eben auch viele Sachen zu Fehlern der Wahrnehmung. – Aufgeklockert wird es durch viele kleine Anekdoten.
Wen das Thema “Entscheidungen” interessiert, für den ist es ein hervorragender Einstig!
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Titel: Die Psychologie der Entscheidung
Autor: Jungermann, Pfister und Fischer
Verlag: Spektrum Akademischer Verlag
ISBN: 978-3-8274-2386-3
Link des Tages 98: Orwell and the english language
Zur deutschen Sprache würde mich ein ähnlicher Artikel auch mal interessieren. Kurz gesagt gehts darum, dass die Sprache in Texten zunehmend verfällt und es dadurch deutlich vager wird:
http://georgeorwellnovels.com/essays/politics-and-the-english-language/
Update: Schaut euch auch den Kommentar von Nathalie an! Lohnt sich:-)